Im Mai war es unglaublich aufregend – und wie immer sehr vollgepackt. Das Cover ist endlich fertig geworden, und ich durfte es herzeigen und mehr über mein Buch erzählen. Und das Manuskript ist auch fertig überarbeitet.

Aber neben all der Vorfreude schleicht sich gerade auch eine ziemliche Social-Media-Müdigkeit ein – ausgerechnet jetzt, kurz vor dem Release. Dazu ein Umzug (kein echter, aber dazu später mehr), eine Hitzewelle, der erste (und hoffentlich letzte) Sonnenbrand des Jahres.

Es ist da: Cover, Klappentext – und die Vorbestellung

Es ist tatsächlich so weit – und zwar gleich dreifach: Das Cover ist da, der Klappentext steht, und das E-Book kannst du sogar schon vorbestellen.

Aus dem alten Arbeitstitel „Projekt Feder“ ist offiziell „Stolen Truth“ geworden – ein Moment, auf den ich lange gewartet habe. Wie es überhaupt zu dem Arbeitstitel kam, kannst du hier nachlesen.

Und wenn du Cover und Klappentext nochmal in Ruhe anschauen möchtest: hier findest du alles zu Stolen Truth auf einen Blick.

Hinter den Kulissen habe ich mich in die ganze Amazon-Technik eingefuchst und hoffe inständig, dass alles richtig läuft. Mein eigenes Exemplar konnte ich jedenfalls problemlos kaufen – ob es dann am Release-Tag auch brav in meiner Kindle-App auftaucht? Werden wir sehen. Ab dem 13. August ist das Buch offiziell überall erhältlich, als E-Book und als gedrucktes Buch.

Die Reaktionen waren ziemlich cool. Es gibt da diese Gruppe von Menschen, die mich von Anfang an unglaublich unterstützt – wir pushen uns gegenseitig –, und ein paar neue konnte ich auch dazugewinnen.


Social-Media-Müdigkeit

Einen kleinen Dämpfer gab es aber trotzdem. Irgendwie hatte ich gedacht, dass ich inzwischen schon mehr Leute erreiche.

Allgemein liegt gerade so eine Social-Media-Müdigkeit in der Luft – und bei mir jetzt eben schon vor dem Release, was natürlich der denkbar ungünstigste Zeitpunkt ist. Ich habe wahnsinnig viel vorbereitet, mir Gedanken gemacht, Mühe gegeben, Dinge produziert – und habe doch nicht den Eindruck, dass es groß was bringt. Hier und da erreiche ich mal ein, zwei Menschen, die ich vorher noch nicht kannte. Aber die große Menge ist es nicht. Mir fehlt gerade ehrlich gesagt die Idee, wie ich das weiter ausbauen kann.

Ähnlich ist es beim Newsletter: Die Zahlen stagnieren seit Wochen, es sind immer dieselben. Das sind Menschen, die meine Newsletter tatsächlich lesen, und über die bin ich wirklich dankbar – aber auch hier: Wie kann man das ändern? Vielleicht ergibt sich das aber auch einfach mit der Veröffentlichung des Buches.

Und dann ist da noch ein Thema, um das ich mich bisher gar nicht gekümmert habe: Buchblogger. Dazu habe ich schon unterschiedliche Meinungen gehört – ob sich die Mühe überhaupt lohnt und was man alles bieten muss, damit ein Buchblogger das Buch wirklich liest. Mit meinen begrenzten Ressourcen muss ich da einfach schauen, was ich schaffen kann, was ich schaffen will, und womit ich mich nicht überfordere. Deswegen bin ich da noch nicht weitergekommen – und noch ein bisschen ratlos, wie ich damit umgehe. Viel Zeit habe ich allerdings nicht mehr. Ich sollte mich bald entscheiden.


Zurück aus dem Lektorat

Mein Buch ist aus der letzten Lektoratsrunde zurückgekommen. Wie erwartet gab es ein paar mehr Anmerkungen, aber es hielt sich in Grenzen – die viele Arbeit, die ich vorher reingesteckt habe, hat sich wirklich gelohnt. Es gab ein riesengroßes Lob von meiner Lektorin, das mich sehr, sehr gefreut hat. Und ich habe sie natürlich direkt für den zweiten Band gebucht. (Zumindest hoffe ich, dass ich die E-Mail auch wirklich abgeschickt habe. Das muss ich nochmal kontrollieren.)

Auch wenn es für meine Lektorin nicht so viel Arbeit war, finde ich es doch enorm wichtig, dass dieses Buch ein Lektorat durchlaufen hat. Mir ist mal wieder klar geworden: Egal, wie oft man seinen eigenen Text anschaut, es gibt immer Dinge, die nur andere Augen finden.

So war ich zum Beispiel in der festen Überzeugung, dass ich wandernde Körperteile im kompletten Manuskript überarbeitet oder von vornherein vermieden hatte. Spoiler: nein. Es wurden noch einige wandernde Körperteile gefunden, die in der Überarbeitung natürlich direkt gestrichen wurden. Und ein paar neue Lieblingswörter hatten sich auch eingeschlichen – auch die durfte ich wieder rausoperieren.

Ich werde beim nächsten Mal dennoch abspecken – auch aus finanziellen Gründen. Teil 2 und 3 der Federtrilogie werden kein Volllektorat mehr bekommen.


Der große Zimmertausch

Auch privat war einiges los: Wir haben einen kleinen Umzug hinter uns. Also keinen Ortswechsel – wir haben die Zimmer getauscht. Unser Knirps kommt bald in die Schule und braucht ein Zimmer, in das ein Schreibtisch passt, und in seinem alten war dafür einfach kein Platz. Also haben wir einen Rundumtausch gemacht: Eltern-Schlafzimmer wird Kinderzimmer, Büro wird Eltern-Schlafzimmer, und Kinderzimmer wird Büro.

Das war eine etwas größere Aktion – über eine Woche, mit einem sehr ärgerlichen Zwischenfall zwischen IKEA und unseren Möbeln. Kleiner Tipp am Rande: Nur weil Expressversand anklickbar ist, heißt es noch lange nicht, dass Expressversand auch möglich ist. Die Spedition hatte einen Auftragsstau und schlicht keine Zeit, uns die Sachen innerhalb von 24 Stunden zu schicken. Warum es uns beim Bestellvorgang dennoch als Option angezeigt wurde, verstehe ich bis heute nicht. Willkommen im Jahr 2026!

An dem Tag waren wir so frustriert, dass wir kurzerhand in die Therme gefahren sind und uns dort einen schönen Abend gemacht haben.

Kind und Hund waren übrigens bei den Großeltern verräumt. Und sie fanden es dort so schön, dass sie gar nicht mehr heimwollten. Gut für uns. So konnten wir am Ende doch noch in Ruhe die Möbel aufbauen. Und mal wieder in den Tag hineinzuleben, ohne Verpflichtungen, ohne sich ständig ein Entertainmentprogramm überlegen zu müssen, war auch mal sehr nett.


Karate-EM zum Zuschauen

Das Kind und ich machen ja inzwischen seit ungefähr einem halben Jahr Karate – und wir sind ganz gut dabei. Wir üben fleißig, und es hat sich tatsächlich extrem gebessert. Der Knirps ist mächtig stolz, wenn er die erste Kata, so weit er sie kann, vorführen darf und alle Bewegungen an der richtigen Stelle sitzen.

Anfang Mai fand in unserem Verein eine Europameisterschaft statt. Teilgenommen haben wir nicht, aber anschauen wollten wir uns das auf jeden Fall – und das war absolut faszinierend und richtig cool. Wir waren ungefähr eine Stunde da und sind danach, nach einem Stück Kuchen und einer Bockwurst, wieder nach Hause gefahren.

Ein sehr cooles Erlebnis – aber auch ein bisschen einschüchternd, wenn man bedenkt, dass man so etwas vielleicht irgendwann selbst machen muss.


Happy Birthday, Mini-Tibi

Unsere Tibet-Terrier-Dame hat Geburtstag. 13 Jahre lang begleitet sie uns bereits und hoffentlich noch ein paar Jahre mehr. 💕 Als Geschenk gabs Kauzeug und Leckerlis – klingt unspektakulär, aber sie hats genossen. Auf das Gewitter hätte sie allerdings liebend gerne verzichtet.


Weitere Themen

  • Die erste Hitzewelle hat uns Ende Mai zum Schmelzen gebracht. Den ersten Tag über 30 Grad haben wir im Freibad verbracht. Die UV-Strahlung habe ich dabei leider völlig unterschätzt und mir einen ordentlichen Sonnenbrand geholt. Das Kind war natürlich perfekt geschützt – mich selbst habe ich dabei komplett vergessen.
  • Auf dem Balkon wächst und gedeiht es: Die ersten Erdbeeren sind reif und schmecken köstlich, die Heidelbeeren brauchen auch nicht mehr lange. Und die Tomaten sind endlich an ihrem Platz. Weil die Nächte so lange noch so kalt waren, mussten wir mit dem Eintopfen ewig warten – und ich durfte die Pflanzen täglich rein- und rausschleppen.
  • In meinem Brotjob konnte ich ab Mai meine Stelle aufstocken. Das bedeutet einerseits mehr Geld (was gut ist), andererseits weniger Zeit für alles andere. Den Luxus, den ich mir die letzten Monate erlauben konnte – nämlich viel an meinem Projekt zu arbeiten –, kann ich jetzt nicht mehr in dem Maße leisten. Und das merke ich auch. Aber von irgendwas muss das Schreiben ja finanziert werden, solange es sich nicht selbst trägt (falls das überhaupt jemals der Fall sein wird).

Schreibstatistik

Schreibtechnisch bin ich im Mai nicht gut vorangekommen. Es war einfach zu viel nebenbei zu tun. Was nicht heißt, dass nichts passiert ist – in meinem Kopf sind die Geschichten weitergewachsen. In diesem Monat habe ich mir mal wieder eine direkte Verbindung zwischen meinem Hirn und dem Schreibprogramm gewünscht. Dann würde ich locker zwei Bücher im Jahr raushauen.

Im Mai habe ich dafür die Notiz-App und die Diktierfunktion ausgiebig genutzt. Das zähle ich aber nicht in der Statistik, da ich den Text noch überarbeiten muss. Es ist eben etwas ganz anderes, Text zu tippen, als ihn zu sprechen: Sprechen ist viel roher, man achtet weniger auf die Formulierungen. Dazu kommt, dass die Diktierfunktion nicht fehlerfrei arbeitet – die Zeichensetzung sitzt an der falschen Stelle, englische Begriffe kann sie gar nicht, und manchmal versteht sie Wörter völlig falsch. Aber das Wichtigste ist mir dabei: Keine Idee geht verloren.


Was ich gelesen habe

Zum Lesen bin ich auch nicht gekommen. Und wenn, war’s von Ana. 😄 Die Lieblingshexe kenne ich bereits als Buch, aber weil die Sprecherin so toll ist, freue ich mich auch immer sehr auf das Hörbuch. Und es ist mal wieder unglaublich toll gewesen, den Hegewald zu besuchen. 💕

  1. Mafia Mile: Arrivo – Ana Marin
  2. Royal Hood – Ana Marin
  3. Eine Hexe zum Verlieben, Magieleuchten (Band 3 der 2. Staffel) – Kristina Günak (Hörbuch)

Was ich im Mai gebloggt habe

Hier mal wieder ziemliche Ebbe. Ändert sich vielleicht nach dem Release. Aber versprechen will ich nichts.


Ausblick

  • Mehr Marketing für mein Buch.
  • Ich muss mich (endlich) in der Buchblogger-Frage entscheiden.
  • Der Buchsatz steht an. Es geht weiter Richtung Release am 13. August. 🪶
  • Beruflich bin ich viel unterwegs, muss einen Artikel schreiben und ein Poster vorstellen (auf Englisch! Horror!).

So war mein Mai: aufregend, anstrengend und irgendwie alles gleichzeitig. Das Cover endlich final zeigen zu dürfen war ein Moment, auf den ich lange gewartet habe. Gleichzeitig merke ich, wie viel noch vor mir liegt. Und ich bekomme Angst, irgendwas Wichtiges vergessen zu haben.

Wie gehst du mit Social-Media-Müdigkeit um – gerade dann, wenn eigentlich der wichtigste Moment ansteht? Ich bin neugierig auf deine Erfahrungen. Schreib mir gern in die Kommentare. 💬


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