Der März hatte einen echten Highlight-Moment: Ich habe meinen Debütroman zum ersten Mal als richtiges Buch in den Händen gehalten. Nur als Probedruck, ja. Aber trotzdem. Ein Buch. Mit Seiten. Und meinem Namen darauf! Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so sehr bewegt. Daneben gab es einen ersten Cover-Entwurf, eine Schreibblockade bei Feder 2 und ein Plotbunny, das mich in eine völlig andere Geschichte entführt hat. Ach, und der Frühling. Endlich, endlich der Frühling.
Das Buch in meinen Händen
Nachdem Projekt Feder aus dem Lektorat zurück war und ich alle Änderungen eingearbeitet hatte, wollte ich das Manuskript noch einmal am Stück lesen – so wie eine Leserin, nicht wie die Autorin, die jeden Satz dreimal umgedreht hat. Ich musste prüfen, ob alle Änderungen konsistent waren, ob sie Sinn ergaben, ob ich irgendwo noch etwas übersehen hatte.
Da ich mich ohnehin irgendwann mit dem Distributor und dem Prozess des Hochladens auseinandersetzen musste, habe ich das kurzerhand jetzt gemacht. Dafür brauchte ich einen Buchsatz – wie ich im letzten Monatsrückblick [Link] schon angedeutet hatte. Zwei Wochen später hielt ich das fertige Buch in den Händen.
Es ist ein wirklich großartiges Gefühl. Ich kann das gar nicht oft genug betonen.
Erfreulicherweise ist es auch gar nicht so dick geworden, wie ich befürchtet hatte – ich habe für solche Angaben überhaupt keine Vorstellung und brauche das Buch konkret in der Hand, um es zu begreifen. Ich hätte mir das Manuskript natürlich auch einfach ausdrucken können. Wäre schneller gegangen, vielleicht sogar günstiger. Aber ein richtiges Buch in der Hand zu halten, ist tausendmal besser als lose Blätter.
Wehmütig war ich am Ende trotzdem ein bisschen. Die Geschichte mag ich noch immer – aber es gibt zwei, drei Punkte, die ich heute anders angehen würde. Vermutlich geht das jeder Autorin so. Und nein: Ich fange nicht noch mal von vorne an. 😄




Das Cover – fast bereit
Vor wenigen Tagen habe ich den ersten Entwurf des Covers bekommen. Und ich finde ihn großartig. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch angepasst werden – aber wenn alles gut läuft, kann ich es vielleicht schon Mitte April zeigen.
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Feder 2 und ein ungebetener Gast
Mit Feder 2 läuft es gerade nicht ganz rund. Wie ich im Monatsrückblick Februar geschrieben habe, habe ich hier Tabula rasa gemacht. Inzwischen bin ich wieder bei etwa 16.000 Wörtern – aber der Drive fehlt. Ich komme einfach nicht rein, weil mein Kopf ständig schon zehn Schritte weiter ist. Und für das, was dort auf mich wartet, habe ich noch keine gute Lösung gefunden.
Rational weiß ich: Das muss ich jetzt auch noch gar nicht. Ich habe ein grobes Grundgerüst, die Details kommen dann schon – trust the process, wie man so sagt. Aber mein Kopf hält sich gerade leider nicht an rationale Argumente.
Eine meiner bewährten Maßnahmen, wenn ich so feststecke: das Projekt kurz beiseitelegen und mich um etwas anderes kümmern. Und da ist Ende letzten Jahres tatsächlich ein Plotbunny vorbeigehüpft und hat mich mit der Karotte gelockt.
Statt Kunstdiebstahl und investigativem Journalismus beschäftige ich mich also gerade mit Basketball. Eine Friends-to-Strangers-to-Lovers-Story. Das Besondere daran: Ich muss die Figuren nicht erst kennenlernen. Sie begleiten mich schon mein Leben lang. Ihre Dialoge, die Art, wie sie sprechen und sich bewegen – das fühlt sich so vertraut an, als würde man alte Freunde wiedertreffen, die man jahrelang nicht gesehen hat. Sobald man zusammensitzt, ist die alte Vertrautheit einfach wieder da.
Vielleicht klingt das für Nicht-Schreibende merkwürdig. Aber ich glaube, wer selbst schreibt, weiß genau, was ich meine.
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Schreibstatistik – Blabla
Im März ist irgendein Knoten geplatzt und endlich ging es wieder sichtbar bergauf in der Schreibstatistik. Projekt Feder 2 ist gewachsen, aber auch Projekt Silence hat die ersten 6.000 Wörter erhalten. Außerdem habe ich einen umfangreichen Blogartikel zur Hintergrundrecherche von Projekt Feder geschrieben. Alles in allem habe ich 18.000 Wörter geschrieben. 🥳

Zum Hintergrund dieser Schreibstatistik: Ich tracke meine geschriebenen Wörter (Schreibprojekte, aber auch Social Media) rein aus Interesse. In Zeiten, in denen der Zweifel sehr laut ist, hilft mir das. Weil es mir anzeigt, wie fleißig ich gewesen bin, und mich sehr motiviert. Auch wenn ich nicht zu den Vielschreibern gehöre, ist die Gesamtzahl am Ende doch immer beeindruckend.
2026 habe ich mir zum Ziel gesetzt, jeden Tag durchschnittlich 300 Wörter zu schreiben. Ein sehr realistisches Ziel, das gut zu schaffen sein sollte.
Zum Tracken nutze ich übrigens trackbear.
Was ich im März 2026 gebloggt habe
- Präkolumbische Kunst, Kunsthehlerei & ein Geistervogel – ein ausführlicher Beitrag zur Hintergrundrecherche meines Debüt-Romans
Was ich im März 2026 gelesen/gehört habe
Diesen Monat habe ich wieder viel gelesen, vor allem queere Bücher. Im Februar hatte ich ja Lisa F. Olsen entdeckt und ein paar Worte zu ihren Büchern gesagt. Jetzt habe ich die komplette Reihe gelesen und fiebere dem vorerst letzten Buch der Tannstein-Reihe entgegen – es geht um Polyamorie. ♥️ Im März habe ich dann Ju Hex entdeckt. Auch hier gibt es queere Bücher, aber das Besondere ist, dass vor allem marginalisierte Personen repräsentiert werden: Transpersonen, nicht-binäre Personen, verschiedene sexuelle Identitäten wie Ace, Pan oder Demi, aber auch Erkrankungen wie Migräne oder Panikstörungen. Was mich begeistert hat: Diese Bücher sind cosy, und wholesome. Ohne großes Drama und trotzdem nie langweilig.
- Ju Hex – Seasonal Boyfriend
- Ju Hex – Fanboy
- Ju Hex – Schneeflockensommer
- Lena Kiefer – Royal Heist
- Ally Cowe – Breaking Your Code
- Lisa F. Olsen – Only Friends
- Lisa F. Olsen – Only Roommates
- Lisa F. Olsen – Take Me to the Dark Side
- Lisa F. Olsen – Right People Wrong Time
- Lisa F. Olsen – We Were Never Just a Phase
Ausblick auf den MONAT 2025
Was der nächste Monat bringt
Hast du auch Projekte, die einfach nicht loslassen? Oder kennst du das Gefühl, wenn ein neues Projekt plötzlich viel lauter ruft als das, woran du eigentlich arbeiten solltest? Erzähl mir davon in den Kommentaren! 💬


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